Rom-Reise des Bahn-Orchesters vom 24. bis 31. Oktober 2008

Bahn-Orchester Altenbeken in Rom: Großer Zapfenstreich auf dem Petersplatz
Anlässlich seines 80-jährigen Bestehens begab sich der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e. V. , Köln, auf eine einwöchige Rom-Wallfahrt. Als musikalische Begleitung reiste das Bahn-Orchester Altenbeken 1919 e.V. mit, das nach 2003 zum zweiten Mal für diese ehrenvolle Aufgabe ausgewählt wurde. 50 Orchester-Mitglieder sowie 40 Mitreisende starteten am 24. Oktober zu einer einzigartigen Reise. Ein umfangreiches offizielles Programm ermöglichte den Musikerinnen und Musikern, sich bei angenehmen spätsommerlichen Temperaturen an vier Tagen an herausragenden Orten des Vatikan vor Publikum aus aller Welt zu präsentieren.

Die Standarte des Bahn-Orchesters vor dem Petersdom | Mit einem Aufmarsch auf dem Petersplatz vor vielen tausend Gläubigen zum sonntäglichen Angelus-Gebet wurde eine Reihe von insgesamt acht Auftritten eröffnet. Zum Dank für die im Anschluss an den Papstsegen gespielte Bayern-Hymne zu Ehren des Heiligen Vaters winkte Benedikt XVI. den Musikern zu. Noch am gleichen Tag wurde in der Kirche ´San Gregorio VII.` eine Messe gefeiert, die vom Orchester klangvoll umrahmt wurde. |  |

| Einer der eindrucksvollsten Höhepunkte der Reise war die Aufführung des Großen Zapfenstreichs mit Serenade auf dem Petersplatz. Nach einem großen Festzug zum Bundesschützen-Jubiläum, der vom Petersplatz über die von zahlreichen Schaulustigen gesäumte Prachtstraße Via della Conciliazione zur Engelsburg und wieder zurück führte, formierten sich die Teilnehmer - neben dem Bahn-Orchester Altenbeken der Bundesspielmannszug Xanten sowie etwa 1000 Schützen und Mitreisende aus dem gesamten Bundesgebiet - auf dem Petersplatz unterhalb der Amtsräume des Papstes zum feierlichen Akt unter der Leitung des Dirigenten Josef Dransfeld. |
Die Darbietungen wurden von mehreren tausend Zuschauern begeistert aufgenommen. Die von den Trompetern Kurt Frewert und Michael Hoischen geblasenen Passagen der Posten hallten weit über den Petersplatz. Unter dem Jubel der Zuschauer spielte das Bahn-Orchester zum Abschluss die Hymen Italiens und des Vatikans. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Abenddämmerung und der Illumination des Platzes war die Atmosphäre besonders stimmungsvoll. Für die hervorragende Ausführung des Großen Zapfenstreichs ließ Benedikt XVI. über seinen Sekretär und den Hochmeister des Bundes der Historischen Schützen, Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein seinen besonderen Dank ausrichten - eine große Ehre für die Musiker.
Auch an den folgenden Tagen wurde ein einzigartiges Programm bestritten. Ein beeindruckendes Erlebnis wurde das Pontifikalamt im Petersdom, das von Weihbischof Dr. Heiner Koch zelebriert wurde. Im Anschluss fand die feierliche Fahnenweihe der neuen Bundes-Standarte statt. Dem Bahn-Orchester, nun unter der Leitung des hauptamtlichen Dirigenten Ulrich Winsel, der auf Grund anderweitiger Verpflichtungen erst später anreisen und den Stab übernehmen konnte, gelang eine hervorragende musikalische Ausgestaltung u. a. mit Werken von Anton Bruckner.
In der prächtig ausgestatteten Basilika ´St. Paul vor den Mauern`setzte das Orchester in seiner großen Besetzung während der
Heiligen Messe neben der Begleitung der zahlreichen Choräle mit `Irish Tune from County Derry` und dem `St. Thomas - Choral`
akustisch beeindruckende Akzente.
Die Basilika `San Sebastiano`, die Grabeskirche des Heiligen Sebastian, des Schutzpatrons des Deutschen Schützenbundes war als
Wallfahrtsziel ein Ort mit einer ganz besonderen Atmosphäre, die vom Orchester durch seinen musikalischen Beitrag zum Wortgottes-
dienst noch hervorgehoben werden konnte.
|  | Schließlich folgte der Höhepunkt der Reise - die Teilnahme an der päpstlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz. Vor mehreren zehntausend begeisterten Besuchern aus aller Welt umrahmte das Bahn-Orchester im Wechsel mit zwei weiteren Musikgruppen die Zeremonie. Es machte große Freude, die ausgelassene Atmosphäre zu genießen und als namentlich genanntes Orchester die Papst-Audienz aktiv mit zu gestalten. Die Hoffnung auf eine persönliche Begegnung mit Benedikt XVI. erfüllte sich leider nicht. |
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Den feierlichen Schlusspunkt setzte eine von Weihbischof Dr. Heiner Koch gehaltene Marienvesper in der Basilika ´Santa Maria Maggiore`, der weltgrößten Marienkirche. Während seines letzten offiziellen Auftrittes zog das Bahn-Orchester noch einmal alle Teilnehmer mit seinem Klangvolumen und einer hervorragenden dynamischen Gestaltung in seinen Bann. | | Mit dem´Ave Maria` von Robert Stolz, das einst in Rom im Petersdom uraufgeführt wurde, und ´Eventide-Fall` wurden zum Abschluss zwei bewegende Stücke aufgelegt, die das offizielle Ende der Wallfahrt markierten. Herzliche Dankesworte von Seiten des Präses des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Dr. Heiner Koch, und ein langanhaltender Applaus der Wallfahrts-Teilnehmer waren für die Musikerinnen und Musiker des Bahn-Orchesters ein wohltuender Lohn für die intensive Vorbereitung und die konzentrierte Durchführung der zahlreichen Auftritte zur Wallfahrt. |
Im Anschluss an diesen letzten Gottesdienst verabschiedete sich das Bahn-Orchester mit einem spontanen Konzert vor der Basilika zumindest musikalisch von Rom. Den Musikern blieben noch zwei Tage, um ganz entspannt die Stadt zu erkunden und die zahlreichen Eindrücke der italienischen Metropole auf sich wirken zu lassen.
Die Auftritte in Rom wurden erneut zu herausragenden Ereignissen in der bisherigen Vereinsgeschichte.
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v. lks.: Ferdinand Heinekamp, 1. Vorsitzender des Bahn-Orchesters, Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein, Weihbischof Dr. Heiner Koch, Dirigent Ulrich Winsel |
Im Rahmen dieser Reise konnte das Bahn-Orchester Altenbeken, Mitglied der Stiftung Bahn-Sozialwerk, als Repräsentant der Deutschen Bahn AG mit anspruchsvollen Musikdarbietungen überzeugen. Der 1. Vorsitzende des Bahn-Orchesters, Ferdinand Heinekamp, der die organisatorische Verantwortung trug, zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Reise nach den Anstrengungen der voran gegangenen Monate und einem immensen Aufwand bei den Vorbereitungen einen so erfolgreichen Verlauf genommen hat.
Mit-Organisatoren dieser Reise waren der Paderborner Diözesanbundesmeister Hans Besche sowie Bernhard Große-Coosmann, der dem Orchester als kenntnisreicher Koordinator und Reiseleiter zur Seite stand und dem die ausgezeichnete Unterkunft (ein Kloster abseits der hektischen Betriebsamkeit des Stadtzentrums) und ein vielseitiges Besichtigungsprogramm zu verdanken war.
An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Sponsoren, ohne die diese Reise so nicht möglich gewesen wäre:
Deutsche Bahn AG, Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW), Gemeinde Altenbeken,
Volksbank Altenbeken, Sparkasse Altenbeken, Firma Gebr. Lödige, Paderborn,
Westheimer Brauerei, Detmolder Privatbrauerei Strate